Intern
    Frauenbüro

    Rechtliche Grundlagen für die Wissenschaft

    Wissenschaftlicher Nachwuchs

    1. Wissenschaftszeitvertragsgesetz

    Um Kurzbefristungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen zu unterbinden und die Karrierewege  zu verbessern, ist das Wissenschaftszeitvertragsgesetz geändert worden. Die Gesetzesänderung gilt seit dem 17.03.2016.

    Der aktuelle Text findet sich hier

    Das BMBF hat weitere Informationen zum Gesetz veröffentlicht; die FAQ finden sich hier

    2. Grundsätze der staatlichen bayerischen Hochschulen zum Umgang mit Befristungen nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz und zur Förderung der Karriereperspektiven

    Bereits im März 2015 erließ das Bay. Wissenschftsministerium Grundsätze, die "bessere Arbeitsbedingungen und klarere Perspektiven für Angehörige des Akademischen Mittelbaus" zum Ziel haben. In Punkt 3 sind Maßnahmen zur Verbesserung der Gleichstellung - oder genauer: zur besseren Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie beschrieben.

    3. Merkblatt zur Umsetzung der o.g. Grundsätze zum Umgang mit Befristungen nach dem WissZVG

    Die Personalabteilung hat in einem Merkblatt die wichtigsten Neuerungen zur künftigen Gestaltung von befristeten Beschaftigungsverträgen mit DoktorandInnen und PostdoktorandInnen im Überblick zusammengestellt. Beachten Sie dazu auch das Rundschreiben des Präsidenten.

    4. Infoblatt der DFG zur Befristung von Beschäftigungsverhältnissen in Forschungsverbünden

    Die DFG hat eine Handreichung zur Novelle des WissZeitVG herausgegeben und schreibt dazu: " Die Novelle hat die Voraussetzungen für eine Befristung des wissenschaftlichen (und künstlerischen) Personals verändert und die Verlängerungsmöglichkeiten insbesondere bei familienzeitbedingten Unterbrechungen verbessert. Eine Handreichung gibt einen kurzen Überblick über die Neuerungen und die verbleibende Befristungsmöglichkeit für das nicht wissenschaftliche Personal, das im Rahmen von DFG-geförderten Projekten bewilligt wird." Der Link zur Handreichung findet sich hier.

    5. Rahmenpromotionsordnung

    Am 8. Februar 2016 trat die Rahmenpromotionsordnung der Universität in Kraft. Kernpunkte sind die vergeschriebene Anmeldung mit Beginn der Promotion und der Abschluss einer Betreuungsvereinbarung zwischen Promovend/-in und Betreuer/-in. Die Ordnung findet sich hier


    Personalentwicklung

    1. Berufungsleitfaden

    Mit Beschluss vom 19. Mai 2014 veröffentlichte die Universitätsleitung einen Leitfaden für die Durchführung von Berufungsverfahren, der in Punkt 2.10 auch ein Merkblatt zur Gendergerechtigkeit in diesen Verfahren enthält.

    2. Gleichstellungskonzept

    Am 16. Februar 2016 verabschiedete der Senat das neue Gleichstellungskonzept der Universität.

    Bayerische Hochschulen haben den gesetzlichen Auftrag, den Frauenanteil auf allen Ebenen der Wissenschaft zu steigern. Das sog. Gleichstellungskonzept beschreibt Verfahrensgrundsätze und Maßnahmen, die zur Erfüllung dieses Gesetzesauftrags beitragen sollen. 

    Die deutliche Mehrzahl (57%) der Studierenden an der Universität Würzburg ist weiblich. Bei den Professuren und in Leitungsposition jedoch sind Frauen nach wie vor dramatisch unterrepräsentiert. Je höher die Hierarchiestufe, desto geringer der Frauenanteil. Im Durchschnitt über alle Fakultäten hinweg werden rund die Hälfte aller Promotionen von Frauen geleistet. Bei den Habilitationen ist der Frauenanteil bereits halbiert und liegt bei um die 25%. Und nur noch rund 16% aller Professuren (bei 425 insgesamt) sind mit Frauen besetzt.

    Das vorliegende Gleichstellungskonzept legt nun Maßnahmen fest zur Förderung der Qualifikation von Nachwuchswissenschaftlerinnen für eine Professur. Daneben enthält es Regelungen, die darauf abzielen, die Chancengerechtigkeit in Berufungsverfahren zu verbessern. Zudem müssen künftig unbefristete Mittelbaustellen öffentlich ausgeschrieben werden, um mehr Transparenz bei der Besetzung zu erreichen.(Bitte beachten Sie hierzu auch das Rundschreiben der Personalabteilung!)

    Die Beteiligung von Frauen in der universitären Selbstverwaltung, die Berücksichtigung von Wissenschaftlerinnen bei Preisvergaben und die Einführung einer geschlechtergerechten Sprache im öffentlichen Auftritt der Universität sind ebenfalls zentrale Vorgaben des Konzepts. Nach wie vor sind Frauen häufig irgendwie 'mitgemeint', eine direkte und bewusste Ansprache findet jedoch nicht statt.

    Dies alles soll sich in Zukunft ändern, mit dem Ziel bis 2020 den Professorinnenanteil auf 20% zu erhöhen und ein möglichst ausgeglichenes Geschlechterverhältnis auf allen anderen Stufen der wissenschaftlichen Laufbahn zu erreichen. Ein wichtiges Instrument zur Überprüfung der Effektivität der Maßnahmen ist die Einführung eines sog. Gendermonitorings - einer regelmäßigen Datenerhebung zur Entwicklung im zurückliegenden Jahr und zur Feststellung des aktuellen Status quo sowie eine jährliche Berichtspflicht.

    Das Gleichstellungskonzept findet sich hier

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